Zeitungsformate
Bei allen Zeitungen und Zeitschriften spielen die ästhetischen Gründe für die Größe und Anordnung des Satzspiegels, wie Sie es aus dem klassischen Layoutbereich kennen eine weniger große Rolle, da hier technische und wirtschaftliche Aspekte im Fordergrund stehen. Anders gesagt, es wird versucht, das zur Verfügung stehende Seitenformat, soweit wie technisch möglich und vertretbar ist, auszunutzen.
Bei dem wesentlich größeren Seitenformat von Zeitungen und Zeitschriften ist allerdings eine typografische Gliederung des Textmaterials durch die vertikale Einteilung der Satzspiegelbreite in Rubriken erforderlich. Dabei werden die Zeilen in gleichmäßige Spalten aufgeteilt. (Umbrochen) Die Zeilenlänge wird nach lesepsychologischen Kriterien festgelegt.
Hier einige Beispiele:
Eine kurze Zeile ermüdet den Leser duch den zu häufigen Blickwechsel, den so genannten "Ping-Pong-Effekt".
Eine lange Zeile hingegen stört die Orientierung durch einen zu langen Blickweg. Die Anzahl der Spalten ergibt sich dann aus der optimalen Zeilenlänge im Verhältnis zur Blattbreite. Ganz so wie in der Vertikalen die Rubrikenlinie als Gestaltungselement dient, wird der Satzspiegel in der Horizontalen durch "Blind Material", also entsprechende Zeilenabstände und Absätze und Zwischenüberschriften in größeren Buchstaben unterteilt.
Für die drei Grundformate ist im Anzeigenteil eine einheitliche Spaltenbreite von 45 mm = 10 Cicero sowie ein einheitlicher Spaltenzwischenschlag von 1,5 mm = 4 p vorgesehen. Die Satzspiegelhöhe beträgt im Berliner Format 426 bis 430 mm, im Rheinischen Format bei 487 mm und im Norddeutschen Format bei 528 mm.
