Druckverfahren - Flachdruck (Offset)
Flachdruck (Offset)Der Flach- bzw. Offsetdruck gehört in Deutschland zu den verbreitetesten Druckverfahren überhaupt. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Bogen Der Druck erfolgt auf Papierbogen, die einzeln beim Druck durch die Maschine laufen und anschließend wieder gestapelt werden. Im Gegensatz zum Rollendruck.
und dem RollendruckDas Papier wird dem Druck als Rollenpapier zugeführt, im Gegensatz zum Plano- oder Bogendruck. Der Druck von ein- oder mehrfarbigen Produkten erfolgt in einem Druckgang für Vorder- und Rückseite. Am Ende einer Rolle sind Schneide- und Falzaggregate, die einen bereits gefalzten Bogenteil ausgelegen. (siehe Falzen) Der Buchbinder muss nicht mehr- wie beim Bogendruck - gesondert falzen. Für höhere Auflagen ist der Rollendruck kostengünstiger und auch schneller. Der Rollenoffset findet neben farbiger Werbung zunehmend Verwendung im Druck von Tageszeitungen, und ermöglicht ein gegenüber dem Hochdruck wesentlich verbessertes Druckergebnis auch für farbige Zeitungen. Während beim Bogenoffsetdruck das Papier bogenweise bedruckt wird, erfolgt die Bedruckung beim Rollenoffsetdruck endlos von großen Papierrollen. Der Offsetdruck deckt praktisch alle Arten von Auftragsgruppen in der Druckindustrie ab: angefangen von Plakaten, Landkarten, Etiketten, Verpackungen, Kalender, Werbematerial, Bücher, Broschüren bis hin zu Musiknoten, Briefbogen und Visitenkarten sind bevorzugte Producktgruppen.
Beim Offsetdruck liegen die druckenden und nicht druckenden Flächen auf der Druckplatte nebeneinander.

Im Flachdruck sind alle bedruckten Flächen, Schriften und Punkte gleichmäßig und randscharf mit Farbe bedeckt. Durch den indirekten Druck über ein Gummituch, können rauhe Papiere und Kartons einwandfrei und flächendeckend gedruckt werden. Der Offsetdruck arbeitet mit Rasterweiten zwischen 60 und 140 Linien je cm. In Verbindung mit der neuesten FM-Rastertechnik, welches nur beim CTP-Verfahren möglich ist, hochpigmentierten Druckfarben, glatten Papieren und Präzisionsdruckmaschienen können Druckerzeugnissen von höchster Qualität, in großen Auflagen wirtschaftlich hergestellt werden.
Internationale Bezeichnung:
Offsetdruck. Die Übertragung der Farbe erfolgt indirekt auf den Bedruckstoff von der Druckplatte
über einen mit einem Gummituch bespannten Zylinder(Offset = Absetzen der Farbe).
Die Druckform
Die Druckform besteht aus einer Aluminiumplatte mit einer lichtempfindlichen, fettanziehenden Schicht. Die zu druckenden Texte und Bilder werden in der sogenannten Plattenkopie auf diese Schicht übertragen.
Die druckenden Flächen auf der Druckplatte sind wasserabstoßend (hydrophob) und gleichzeitig fettfreundlich (lipophil), so dass die (fettfreundliche) Druckfarbe angenommen wird. Die nicht druckenden Flächen dagegen nehmen Wasser an und stoßen die Farbe ab. Beim Offsetdruck spricht man auch von einem indirekten Druckverfahren. Denn: Die Farbe der druckenden Fläche wird zuerst auf einen Gummituchzylinder übertragen und von diesem dann auf den Bedruckstoff. Beim mehrfarbigen Offsetdruck (Vierfarbendruck) werden Druckmaschinen mit mehreren hintereinander angereihten Druckwerken eingesetzt. Das heißt, für jede Grundfarbe (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) gibt es je ein Druckwerk. Die Bogenmontage, die Zusammenstellung mehrerer zu druckender Seiten zu einer Druckform, wird mit dieser Platte zusammen belichtet, wobei die Bogenmontage die Funktion einer umgekehrten Schablone hat. Die druckenden Stellen eines Offsetfilms und damit auch der Bogenmontage sind lichtdurchlässig. Dadurch wird die fettanziehende und wasserabstoßende Schicht auf der Aluminiumplatte eingebrannt.
Bei der digitalen Plattenherstellung wird die Druckplatte mittels eines Lasers belichtet, ein Film ist nicht mehr notwendig.
Nach dem Waschen, der Entfernung der nichtdruckenden Teile auf der Druckplatte, (bei digitalen Verfahren übernimmt diese Aufgabe die Druckmaschiene selbst) wird diese in der Maschine um einen Zylinder gespannt. Ein Feuchtwerk lässt ein Wasser-Alkohol-Gemisch auf den wasserfreundlichen Teilen der Platte zurück. Das nachfolgende Farbwerk kann seine Farbe nun an den zu druckenden, den wasserfreien Stellen auftragen.
Kalibrierung und Abstimmung der Druckmaschiene mit einem digitalen Workflow
Wenn man den Workflow in einer Druckerei komplett auf Digital umstellt, müssen die Offsetdruckmaschienen neu kalibriert werden, wenn eine Druckerei vom analogen Druck d.h. CTF (Computer to Film) zum digitalen Druck wechselt, verändert sich einiges im Workflow. Zum einen wird der analoge Filmbelichter duch ein digitales Gerät ausgetauscht, welches die Druckplatten anders als bei der analogen Druckplattenherstellung digital belichtet. Das Auswaschen der Druckplatten übernimmt anders als beim analogen Standard nicht ein mit Chemikalien gefülltes Gerät sondern die Druckmaschiene selber in der Andruckphase.
Weitere Informationen über den Analogen und den Digitalen Workflow finden Sie hier in unserem Medienglossar.
